Für die Vollständigkeit der Veranstaltungsabsagen kann die Stadt keine Gewähr übernehmen. Die Absagen im Veranstaltungskalender beziehen sich auf Veranstaltungen in den städtischen Einrichtungen bzw. auf Veranstaltungen, bei denen die Stadt als Organisator auftritt. Ob darüber hinaus weitere Veranstaltungen abgesagt werden oder bereits wurden entzieht sich unserer Kenntnis. Dies ist beim jeweiligen Veranstalter zu erfragen.

Veranstaltungskalender

Herbstausstellung der Isargilde e.V.

Plakat Isargilde
Beschreibung:

29 Künstler aus der Region und dem weiteren Umland stellen ihre Werke der Öffentlichkeit dar. Das ist ein neuer Rekord an Teilnehmern und stellt die vereinseigene Jury vor eine große Aufgabe. Gilt es doch eine abwechslungsreiche Schau zusammenzustellen, die einen guten Überblick über das Kunstschaffen der Künstler bietet.

 

Zwei der Aussteller stellen als neues Isargilde-Mitglied aus: der bereits in Dingolfing bekannte Fotograf Rudolf Weber aus Plattling und das neue Mitglied Thomas Darcy aus Deggendorf. Der vor allem realistisch arbeitende Maler wurde erst Ende der Kastenhof-Ausstellung im Frühjahr in die Isargilde aufgenommen und stellt zum ersten Mal in Dingolfing aus.

Er schreibt über sich: „Seit frühen Kindheitstagen in New York und Passau fesselte mich die Kunst in Ihrer ganzen Vielfalt. Als Illustrator einer Schülerzeitung begann sich früh mein, in mancher Hinsicht comic-ähnlicher Pop Art Malstil herauszuentwickeln. Weltweit tätig als Kulturoffizier in der US Army. Im Rahmen meines Master of Arts Studiums an der Boston University befasste ich mich systematisch mit amerikanischer und internationaler Kunst, deren Geschichte und der Entwicklung der Kunstrichtungen bis zur heutigen Zeit. - Ich war tätig als Direktor des Bayerisch Amerikanischen Kulturzentrums in München. Als Deutsch-Amerikaner mit jahrelanger internationaler beruflicher Tätigkeit, habe ich meine Eindrücke als Globetrotter visuell in meiner Malerei verarbeitet. Mein künstlerisches Schaffen ist von einer relativ großen Bandbreite von Faktoren geprägt:Künstlerische Vorbilder (insbesondere amerikanische Gegenwartskünstler), persönliche Erlebnisse und Eindrücke, Träume und globale Stilrichtungen. Als Anhänger der Pop Art und des Fotorealismus orientiere ich mich unter anderem an den Werken der US Künstler Chuck Close oder Ralph Goings Unter den deutschen Künstlern sind meine großen Vorbilder Gerhard Richter und Neo Rauch.“

Sein Werk hat jeweils einen politischen und gesellschaftlichen Hintergrund. Der Deggendorfer Künstler, der auch in Florida/ USA lebt,  setzt sich einmal mehr mit der aktuellen politischen Lage der USA auseinander….der „Uneinigen Staaten von Amerika“.

Einreichen wird er zwei Bilder. Welches Werk ausgestellt wird entscheidet die Jury der Isargilde. So zeigt etwa sein Bild „Camelot“ (siehe Abbildung) Präsident Kennedy in der Zeit der Kuba-Krise ein optisch gestörtes Bild. Die monochromen Störlinien stehen für die teils sehr einseitigen Betrachtungsansätze zum Wirken dieses bei den einen geliebten, bei den anderen verhassten Präsidenten.

Rudolf Weber aus Plattling zeigt Pigmentdrucke auf Leinwand. Zuvor hat er Teile des Bildes fotografiert und collageartig zusammengestellt. Im Bild „Communication goes wireless“ zeigt er die Kommunikation der Menschen untereinander „ohne Draht“ und auch ohne Papier. Er schreibt: „Vieles davon wird übertrieben und führt zur Vereinsamung der Menschen. Darum die beiden Menschen, Mann und Frau, die zusammengekrümmt mit dem Rücken zum Betrachter, auf oder in einem abgeschnittenen Telefonkabel sitzen. Die Verbindungen sind abgeschnitten und die beiden sind alleine. (siehe Abbildung)

 

Die Isargilde ist stets offen für neue Künstler. Diesmal bewerben sich drei Künstler: Klaus Bünger aus Pfarrkirchen, Florian Strigl aus Großköllnbach und Sophia Wimmer aus Hütt bei Eichendorf.

Der 1946 in München geborene Klaus Ulrich Bünger hat seit seiner Kindheit gezeichnet und gemalt. Er bildete sich als Innenarchitekt aus. Daneben wirkte er auch als Literat und gründete das Magazin „Umrisse“ und veröffentlichte drei Romane. In der Ausstellung zeigt er sein „Fazit“ – so der Bildtitel, ein realistisches Bild einer Landschaft mit einem auf dem Trockenen liegenden Boot – vielleicht auch allegorisch gemeint. Nachdem der Großköllnbacher Fotograf Florian Strigl ganzseitig in einer Landauer Zeitung vorgestellt wurde, fiel er der Isargilde auf. Dies lud ihn ein in Dingolfing auszustellen. 1990 in Landau geboren, besuchte er das hiesige Gymnasium und studierte im Anschluss „Soziale Arbeit“ in Landshut und „Fotodesign“ an der HM München. Er ist im Jugendzentrum Dingolfing beschäftigt und teilselbstständig als Architekturfotograf. Leider können seine eingereichten Fotografien, die unbedeutende, vom Betrachter oft links liegen gelassene, aber ungewöhnliche Ansichten unserer Umwelt zeigen nicht alle aus Raumgründen gezeigt werden. Die Abbildung zeigt sein „Feld im Nebel“.

Ebenfalls für die Mitgliedschaft bewirbt sich die aus Hütt bei Eichendorf stammende Sophia Wimmer. 1998 in Landau geboren ist sie ab 2014 freie Mitarbeiterin bei diversen Zeitung in den Ressorts Kultur und Gesellschaft. 2017 machte sie ihr Abitur und studierte Sprach- und Textwissenschaften an der Uni Passau und machte ihren Master an der Uni Göteburg. Derzeit ist sie Redakteurin beim Dingolfinger Anzeiger. Die eingereichten Bilder stellen symbiotisch eine beidseitige Deutungsmöglichkeit des Paradieses dar - zum einen in expressionistisch-symbolischer Darstellung und abstrakter, gefühlsbetonter Ebene (siehe Abbildung „Le paradis“).

 

In alphabetischer Reihenfolge seien die übrigen Künstler kurz vorgestellt:

Aus dem „Safiental“ – so der Bildtitel – zeigt der Bernrieder Maler Wolfgang Angemeir eine expressiv-abstrakte Darstellung aus den Alpen. „Medusa meets Avantar“ – ganz im Sinne surrealistischer Arbeitsweise – stellt der Zachenberger Künstler Josef Bielmeier dar. Zwei außergewöhnliche Fotografien „Rose“ betitelt bringt die Landshuter Fotografin und Modedesignerin Susanne Brand-Seidel. Gaby Brock aus Wildthurn bei Landau stellt Mischtechniken vor, die entweder an märchernhafte Situationen erinnern oder gänzlich abstrakt gehalten sind. Aus der Serie „Conclusion“ zeigt der Pilstinger Kulturpreisträger Werner Claßen  Acrylarbeiten in leuchtendem Orange und in Blau. Eine Skulptur in Laaser Marmor bringt der junge Landauer Bildhauer Jonas Eideloth mit einer Zeichnung.

In Tusche zeigt die Straubinger Künstlerin Renate Falk ihre Ansicht eines Gedichtes. Seit langem stellen Vater und Sohn gleichzeitig wieder aus: Christian Fischbacher aus Kühbach bei Arnstorf eine „Kleine Küstenlandschaft“ und dessen Vater Rudolf Maria Fischbacher das Acrylbild „Die Angst voll Augen“. Zurück aus Botswana/ Afrika präsentiert die Künstlerin Barbara Haimerl ihr Objekt „Wieder dahoam – eine Hommage an meine niederbayerische Heimat“. Der Bubacher Kulturpreisträger Anton Kerscher bringt sein

in verschiedenen Materialien ausgeführtes Werk mit dem Neugier erweckenden Titel „‘Keltoi’ the iron man to ‚Thingolfinga‘“. Motten und Raben stellt der Jugenkulturpreisträger Thomas Kinzel aus Landau dem Publikum vor, obwohl seine Lithografien bzw. Radierungen keinen eigentlichen Titel haben. Ins Reich des Fischfanges führt uns der Offenberger Künstler Dr. Rainer König in seinen Acryl auf Leinwand gemalten Arbeiten.

Der Landauer Maler und Kulturpreisträger des Landkreises Dingolfing-Landau Fritz Königbauer stellt in seinen Bildern die alte Frage „Wer war zuerst da?“ expressiv-abstrakt in Öl auf Leinwand gemalt. In ihm typischer fotorealistischer Malweise stellt der Niederhöckinger Maler und Landkreis-Kulturpreisträger Josef Mayer Motive aus der Heimat und vom Kochelsee aus. Der Surrealist Johann Meier zeigt „Isabella’s Vogelbaum“, so der Bildtitel. In ferne Galaxien oder explosive Farbwelten führt uns die Gottfriedinger Künstlerin Manuela Möske mit ihren Mischtechniken. „Yes“ so der Bildtitel will der Deggendorfer Künstler Eugen Nowak uns mitteilen „Yes zum Maskentragen“.  Aquarelle und die Bronze „Friedensboten“ zeigt der Niederhöckinger Kulturpreisträger Josef Paleczek. Der Landshuter Zeichner Helmut Seidel stellt in seiner Kugelschreiberzeichnung „Biro“ ein nicht alltägliches Zeichengerät vor. Es gibt keinen Ausweg meint der 87jährige Pilstinger Künstler Sepp Sporrer mit seinem Acrylbild „No Exit“. Damit zeigt er Haltung in unserer so bedrohten Umwelt. Die Ansichten aus „Venedig“ – so der Bildtitel – der Straßkirchner Malerin Maria Thurner offenbaren sich selbst. Die Kulturpreisträgerin Hermy Weidmüller transformiert Elemente der Musik in ihre gegenstandslosen Acryl- und Sandarbeiten. Farbstift-Zeichnungen der Deggendorfer Künstlerin Claudia Weigert-Trinkler schließen den Rundgang durch die Ausstellung ab.

 

Die Ausstellung der Isargilde wird vom 24. September bis 23. Oktober 2022 geönnet Montag bis Freitag von 14-18 Uhr, Samstag von 10-15 Uhr und Sonntag und Feiertag von 13-17 Uhr. Am Sonntag, den 2.Oktober 2022 führt der Vorsitzende der Isargilde Werner Claßen durch die Ausstellung und stellt die einzelnen Künstler genauer vor.

Termin: – 
Kategorie:Ausstellungen
Ort:Informationszentrum im Bruckstadel
Fischerei 9
84130 Dingolfing
Veranstalter:Stadt Dingolfing / Isargilde e.V.
Kontakt:Informationszentrum im Bruckstadel
Fischerei 9
84130 Dingolfing
Tel. 08731/327100
URL:http://www.isargilde.de

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