Sehenswürdigkeiten
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BRUNNEN
und Wasserspiele
Mit dem Aufkommen von Wasserleitungen, die das Nutzwasser direkt in die Haushalte brachte, verschwanden die Entnahme- und Waschbrunnen im öffentlichen Raum. Sie wurden in vielen Dörfern und Städten durch gelungene künstlerisch gestaltete Brunnenanlagen ersetzt. Bestandteile solcher Brunnen sind: Fontänen, Kaskaden, Überlaufbauwerke, Spritzdüsen, Wasserfälle. Brunnenanlagen sind heute auch ein Anziehungspunkt im öffentlichen Raum.
Gerne sitzen Menschen in der Nähe eines solchen Zierbrunnens oder tauchen eine Hand in das Wasser. Das Wasser kühlt durch die Verdunstung im Sommer und trägt somit zur Verbesserung des Kleinklimas bei.
Insgesamt 19 Brunnen und Wasserspiele zieren das Stadtbild Dingolfings. Ihre in Form und Material sehr verschiedenartige Gestaltung lässt Raum für eigene Interpretationen. Dennoch steht jedes "Kunstwerk" in Beziehung zu seinem Umfeld. So dienen die Brunnen als Namenspatron, spiegeln das historische Platzgeschehen wieder, oder versinnbildlichen dessen städtische Bedeutung.
Obere Stadt Dieser Brunnen auf der Südseite des Platzes wurde mehrmals verlegt, 1956 wurde der alte Brunnen durch einen neuen ersetzt. Der Bildhauer Hans Frank, Burghausen, schuf diesen Brunnen. 1990 kam er an seine jetzige Stelle. Die Märchenfigur Hans im Glück, von den Gebrüdern Grimm, wird hier mit einem Schwein abgebildet. Er hat als Lohn für seine Arbeit einen Klumpen Gold bekommen, diesen hat er gegen ein Pferd, dann gegen eine Kuh, gegen ein Schwein und dann gegen die Gans eingetauscht. Zum Schluß hat er die Gans gegen Wetzsteine eingetauscht, welche er aus Versehen in den Brunnen gestoßen hat. |
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Marienplatz Dies ist der wohl bekannteste Brunnen der Stadt, zugleich wohl aber auch der aus künstlerischen Aspekten am wenigsten interessante Brunnen. Vor 1866 waren verschiedne Brunnen am Marienplatz an verschiedene Orten platziert. 1867 wurde eine neue Brunnenanlage an der jetzigen Stelle aufgestellt. Die Münchner Firma F. S. Kustermann lieferte den gothischen Brunnen mit Madonna. 1945 wurde die Madonna mit dem Strahlenkranz versehen. 1969 hat man den Gussbrunnen durch die jetzige Anlage ersetzt, wobei wenigstens die Madonna übernommen wurde. |
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Friedhof - Aussegnungshalle 1982 erschuf Manfred Mayerle aus München diesen Brunnen |
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1971 wurde dieser Brunnen erstellt. Er stammt von dem im Jahre 1997 verstorbenen Künstler Willi Baumeister. |
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Ein „Frühwerk" des niederbayerischen Bildhauers Josef Michael Neustifter, geschaffen im Jahre 1975. |
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Eisstadion Der Straubinger Bildhauer Hans Rieser schuf diesen schönen Brunnen im Jahre 1983. |
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Rathaus Bronzebrunnen auf Granitsockel. 1983 von Josef Michael Neustifter geschaffen. Es handelt sich hierbei wohl um den beliebtesten Brunnen der Stadt. Hier wird das effektive Arbeiten in einer Verwaltung dargestellt. Es ist zu sehen wie die Beamten die Akten unter größter Anstrengung von Instanz zu Instanz nach oben befördern. Sind sie bei der höchsten Stelle angekommen, werden die Akten wieder nach unten geworfen und das gleiche Spiel beginnt von vorne. Auf der Rückseite sieht man ein kleines Fenster, aus dem der Bürgermeister das ganze anteilnahmslos beobachtet. Die Stadt Dingolfing hat den Amtsschimmel vor das Rathaus gestellt. (das bedeutet: In der Dingolfnger Verwaltung verlaufen die Amtsgeschäfte ganz anders!) |
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Pfarrplatz Bronzebrunnen Auch dieser Brunnen wurde von dem Eggenfeldener Bildhauer Josef Michael Neustifter geschaffen. Er wurde 1990 am Pfarrplatz installiert. Der Brunnen stellt einen der Namenspatronen der Pfarrkirche St. Johannes dar, nämlich Johannes den Täufer. Dieser ist Schutzpatron von verschiedenen Berufen, Krankheiten und Tieren, z.B der Lämmer. Aus diesem Grund hält er ein Lamm in seinen Armen. Der Heilige steht auf einem Widderkopf. Der Widder ist ein Symbol für eine Synode*. 770 unter Tassilo III. wurde erstmals urkundlich das Gelände eines agolfingischen Herzogs erwähnt, der eine Synode mit den Bischöfen von Regensburg abhielt. Auf der Rückseite der Brunnenfigur finden wir die Darstellung der Überbringung des Hauptes von Johannes dem Täufer. Die Schöne Salome, Tochter des Königs Herodes, wünschte sich zum Geburtstag, auf drängen Ihrer Mutter, das Haupt des Johannes. Der Vater erfüllte diesen Wunsch und brachte ihr das Haupt auf einem silbernen Tablett dar. |
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Hauptschule Im Pausenhof wurde 1992 der Brunnen durch den Wallersdorfer Gerhard Kadletz im Zuge des Neubaus der Haupt- und Musikschule aufgestellt. |
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Sossauer Brunnen Bronzebrunnen im Wachsausschmelzverfahren. Die Dingolfingerin Jutta Wimmer hat 1998 diesen Brunnen geschaffen. Er wurde im Zuge der Neugestaltung des Kapellenplatzes in Sossau aufgestellt. Auf einem Block aus hellem Bayerwaldgranit steht die Bronzefigur eines auf einer Leiter stehenden Feuerwehrmannes. Der Feuerwehrmann trägt eine Uniformjoppe, Helm und Schuhe aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts. Er ist damit der Gründungszeit der Sossauer Feuerwehr nachempfunden. Aus einem Schlauchrohr läuft Wasser in einen Ledereimer, der das Löschgerät des Mittelalters war. Auf der rechten Seite des Gussblockes ist die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Sossau und der Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" festgehalten. Auf der linken Seite befinden sich zwei Wappen der Stadt Dingolfing. Dazwischen steht die Jahreszahl 1330. Das obere Wappen zeigt zwei Sterne über den Rauten. Es ist aus dem ältesten Stadtsiegel um 1290 entnommen. |
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| Passage Lederergasse - Marienplatz |
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Fischerei Bronzebrunnen im Wachsausschmelzverfahren von der Dingolfinger Künstlerin Jutta Wimmer aus dem Jahr 2000. Den Mittelpunkt stellt ein Fischer in historischer Kleidung und Barttracht dar. Auf seiner Hutkrempe befindet sich eine Ahle zum Flicken der Netzte. Das ausladende Netz, das um seinen Körper geschlungen ist, gibt der Figur eine lebendige Darstellung. Im Inneren des Beckens befinden sich Abbildungen der heimischen Isarfische, Barbe, Forelle, Karpfen, Barsch, Äsche und Hecht. An der Außenseite sind drei Reliefs eingearbeitet. Links sieht man zwei Fischer in einer Zille. Rechts in Richtung Stadtmitte eine historische Marktszene. Ein Fischer verkauft lebende Fische, die aus Holzbottichen mit einem Kescher herausgenommen werden. Ebenfalls sieht man eine Frau in Dingolfinger Tracht, die geschäftig verhandelt, während ihr ebenfalls historisch gekleideter Mann gelangweit dabeisteht. Vorne am Becken befindet sich das Dingolfinger Stadtwappen mit der Jahreszahl 1330. An diesem Datum wurden der Vorort Fischerei sowie die Schwaigdörfer Sossau, Geratsberg, Höll und Goben in die Stadt Dingolting eingemeindet. Durch diese Eingemeindung wurde der dritte Stern im Wappen aufgenommen. Die beiden ersten Sterne stellen die Obere und die untere Stadt dar. |
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| Bürgerheim | ![]() |
| Dr.-Josef-Hastreiter-Straße Partnerschaftsbrunnen am Kreisverkehr Im Jubiläumsjahr 2001 wurde dieser Brunnen vom Wallersdorfer Künstler Gerhard Kadletz entworfen und installiert. In der Mitte des Kreisverkehrs wurden 3 dreieckige Steinblöcke aufgestellt. Diese Blöcke stellen symbolisch Dingolfing und unsere Partnerstädte Brumath und Enns dar. Die Steine wurden in die jeweilige Richtung der Orte ausgerichtet. Auf jedem Steinblock finden wir das jeweilige Stadtwappen und daneben einen Stein aus der dazugehörigen Region. Aus Dingolfing wurde ein großer Isarkiesel befestigt. Aus Brumath kam ein Trabatiner Stein und zu Enns wurde von einem römischen Steinbruch ein Granitstück angebracht. Aus der Mitte schießt eine Wasserfontäne in die Höhe. |
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Brunnen-Kunstwerk in der Buckstraße Im beschränkt ausgeschriebenen Wettbewerb „Kunst im öffentlichen Raum" gewann der Künstler Heribert Schneider aus Nittenau. Das zweiteilige Wasserobjekt soll symbolisch die Isar und eine Brücke darüber darstellen. Die fünf oszillierenden' Wassersäulen stellen den Beginn eines Brückenbogens dar. Würde man diese Bögen weiter in Richtung Isar aufstellen, gäbe es eine direkte Anbindung an die Isarbrücke. Parallel zur Fahrbahn und gleichzeitig parallel zum Lauf der Isar fließt eine geringe Wassermenge durch zwei in hellen Granit eingelassene Edelstahl-U-Profile. Die fünf hintereinander stehenden Hohlkörper aus Edelstahl und Sicherheitsglas werden über eine Pumpe langsam mit Wasser gefüllt. Sobald die Säule gefüllt ist, entleert sie sich über einen Siphon in das darunterliegende Wasserbecken und füllt sich von neuem. Da die Säulen unterschiedliche Volumen haben schwingen sie deshalb mit unterschiedlicher Frequenz. Durch die Steinplatten dringt wie von fern das Rauschen der sich entleerenden Wassersäulen. Durch die im Auffangbecken angebrachte Beleuchtung wird das Objekt bei Nacht in ein magisches Licht versetzt. Ein Blick durch die beleuchteten Säulen verliert sich im "Unendlichen". |
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Grundschule St. Josef Das bunte, aus drei miteinander verbundene Figuren bestehende Wasserspiel entstand 2004 nach Plänen des Straubinger Künstlers Dazi Tyroller. Gefertigt haben es die Schüler, Eltern und Kinder in wochenlanger Arbeit. Am Schluss wurde die Skulptur farbenfroh mit wetterfesten Fließensplittern verziert.
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Teisbach - Marktplatz Der Stolz der Teisbacher ist die Bedeutung ihres Ortes als „Narrenhochburg“, die bereits auf eine über 150 – jährige Tradition zurückblicken kann. In der von 1883 bis 1887 herausgegebenen „Beschreibung des Amtsbezirks Dingolfing“ spricht der Verfasser auf Seite 119 von der Tradition des Teisbacher Fasching. Er schreibt: „die unermüdlichen Ritter des Prinzen Karneval aber sind die Teibacher, welche alljährlich mit neuen, originellen Schaustellungen auf den Plan treten....“ Bei der Vorbereitung auf den alljährlichen Faschingsumzug mit prachtvoll geschmückten Wagen am Faschingssonntag hilft die auch heute noch die gesamte Bevölkerung mit. Es ist keine Seltenheit, dass zu diesem Spektakel 20.000 Besucher aus ganz Deutschland anreisen! Aufgrund der beschriebenen historischen Bedeutung des Themas „Narr“ und seines hohen Identifikationswertes für die Bevölkerung wurde nach den Vorstellungen der Dingolfinger Künstlerin Jutta Wimmer im Jahr 2004 dieser Brunnen geschaffen. Der „Narr“ ist mit dem Thema „Wasser“ verbunden worden. Seine Narretei besteht darin, dass er an einem „Dorfpumpbrunnen“ Wasser zu holen versucht mit Hilfe eines Eimers, der im Boden und über dessen Ring dummerweise zahlreiche Löcher aufweist. Vor Überraschung springt der Narr nach vorne in den Brunnen und blickt mit verdutztem Gesichtsausdruck auf die „Bescherung“ des undichten Eimers. Der bronzene Brunnen kann natürlich nicht wirklich gepumpt werden, sondern läuft ständig. Durch das oben einfließende und aus dem Eimer mannigfach strahlenförmig abfließende Wasser entsteht ein lebendiges Wasserspiel. Der Markt Teisbach besaß früher die Befugnisse der niederen Gerichtsbarkeit. Zum Zweck der Abstrafung leichterer Vergehen wurde deshalb zu Beginn des 18. Jhd. u. a. ein sog. „Straf- oder Narrenhäuschen“ aufgestellt, wie es auch in anderen Ortschaften üblich war. Zur Erinnerung daran ist an der Brunnensäule ein Narr dargestellt, wie er aus dem Narrenhäuschen herausschaut. Wer den so an den Pranger gestellten aber allzu neugierig beäugt, dem erteilt er unverschämt grinsend eine Lehre: Unter dem Narrenhäuschen ist als Schriftzug angebracht: „Jetzt sind uns zwei !“ Auf Knopfdruck soll der Narr außerdem frech aus dem Häuschen herausspucken können. An normalen Tagen wird er so zum Trinkwasserspender, bei Feierlichkeiten aber könnte man dort Bier abzapfen! Das Brunnenbecken ist der historischen Entwicklung gemäß mit dem alten Teisbacher Wappen und dem Dingolfinger Wappen geschmückt werden. Um die glatten Flächen zu strukturieren, sind die drei Wasserläufe des Teisbacher Wappens (s. Name Teisbach) und die Rauten beider Wappen (s. Landshuter herzogl. Wappen, Hinweis auf bay. Landesherrschaft) als vereinzelte, flach reliefartige Ornamente fungieren. |
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