Dorferneuerung Frauenbiburg/Schermau
Bericht zum Seminar in Rotthalmünster
Im Oktober 2006 fand in der höheren Landbauschule in Rotthalmünster das Dorferneuerungsgrundseminar statt. Daran nahmen 16 Frauenbiburger und Schermaurer Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch Stadtrat Ludwig Asenbauer, teil. Unter der fachkundigen Leitung von Hr. Preiß und Hr. Reif vom Amt für ländliche Entwicklung wurde an zwei Tagen der Ablauf, die Ziele und die bei einer Dorferneuerung anfallenden Aufgaben, Rechte und Pflichten erarbeitet und vertieft.
Zu Beginn stellten die Seminarleiter eine umfangreiche Agenda vor. Diese umfasste am ersten Tag neben der Darstellung des Ablaufs einer Dorferneuerung auch die Vertiefung der, von den Arbeitskreisen durchgeführten Stärken / Schwächenanalyse, sowie das Erarbeiten neuer Ideen für Frauenbiburg und Schermau.
Am zweiten Tag ging es dann um die Erstellung eines Leitbildes für die beiden Ortschaften und die Vorstellung von mehreren bereits erfolgreich durchgeführten Dorferneuerungsprojekten in Form einer Fotodokumentation.
Weitere Tagesordnungspunkte waren die Öffentlichkeitsarbeit, Funktionen und Aufgaben der Arbeitskreise, der Arbeitskreissprecher, des Stadtrates und der Verwaltung in den Ämtern. Den Abschluss sollte die Erarbeitung eines Maßnahmenplans zur Durchführung der nächsten Schritte und die Festlegung eines Lenkungsauschusses bilden.
Breiten Raum nahm dabei das Thema Leitbild für Frauenbiburg und Schermau ein. Schließlich geht es hier um die grundsätzliche Fragestellung, welche Entwicklung sollen die beiden Dörfer in den nächsten zwanzig Jahren nehmen. Dies betrifft nicht nur die Themen Ortsbild, Verkehr und Ökologie. Auch die Frage des Zusammenlebens zwischen Jung und Alt wurde ausführlich besprochen. Des weiteren war von Bedeutung welches Wachstum ist für eine Dorfgemeinschaft verträglich, welche Infrastruktur muss sich dafür die nächsten Jahre entwickeln? Im Rahmen einer Gruppenarbeit wurden dazu erste Leitlinien erarbeitet. Ein umfassendes, in sich geschlossen Leitbild zu entwickeln, das wird nun in den nächsten Monaten die Aufgabe der einzelnen Arbeitskreise sein.
Beschlossen wurde ferner die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit. Im Vordergrund soll dabei die Information der Bürgerinnen und Bürger über die örtliche Presse sein. Übereinstimmung bestand weiterhin darin, dass zusätzlich Informationsveranstaltungen für alle Mitbürger angeboten werden sollen. Auch eine Einbindung der örtlichen Vereine wird zum gegebenen Zeitpunkt als sinnvoll erachtet.
Der daraufhin erstellte Maßnahmenplan für die nächsten Monate enthält neben der Erarbeitung des Leitbildes bis Ende Januar 2007, die Auswahl eines Architektur- und Landschaftsbaubüros als Planungsorgan für anstehende Baumaßnahmen im Rahmen der Dorfbildgestaltung und anderer Themen zur Naherholung, Ökologie und Verkehrsicherheit. Hier wurde durch Bürgermeister Pellkofer in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung bereits eine Vorauswahl getroffen. Man entschied sich für drei Architekten, von deren Kompetenz man sich im Rahmen einer Exkursion am 18. November überzeugen will. Dabei werden einige von diesen Büros umgesetzte Projekte vor Ort besichtigt. Hierzu wird ein Bus eingesetzt. Interessenten aus der Bevölkerung sind dabei jederzeit willkommen. Anmeldungen nimmt Hr. Seubert von der Stadt Dingolfing Tel.08731/501-346 bis zum 13.11. entgegen. Am 23. November werden sich dann diese Architekturbüros im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Gasthaus Seeholzer der Gesamtbevölkerung vorstellen, ehe daraufhin nach einer Meinungsbildung in den Arbeitskreisen durch den Lenkungsausschuss die endgültige Auswahl getroffen wird. Auf Beschluss der Teilnehmer werden diesem Gremium neben den Vertretern des Amtes für ländliche Entwicklung die Arbeitskreissprecher, die vier örtlichen Stadträte, sowie Bürgermeister Pellkofer und der Vertreter der Stadt Dingolfing in der Dorferneuerung, Herr Seubert, angehören.
Zum abschließenden Resümee des Seminars fanden sich neben Bürgermeister Pellkofer auch die örtlichen Stadträte Leo Hundhammer, Matthäus Strebl und Hans Vilsmeier ein. Übereinstimmender Tenor der Teilnehmer und der Vertreter aus der Kommunalpolitik war, dass angesichts der Vielzahl der erarbeiteten Potentiale und der hohen Diskussionskultur alle Teilnehmer eine optimistische Grundstimmung mitnehmen können. Es wurden die richtigen Themen angesprochen, so das nun eine Menge von Anregungen vorhanden sind. Grundvoraussetzung für das Gelingen des Projektes ist dabei die Teamarbeit, denn im Sinne des Gesamtoptimums ist es notwendig Bewährtes zu erhalten und den Mut zu haben neue Wege zu gehen.

