Dorferneuerung Frauenbiburg/Schermau
Analayse der Stärken und Schwächen
Frauenbiburg. Am Donnerstag, 28.09.06 fand im Gasthaus Seeholzer, Schermau das zweite gemeinsame Treffen der drei Arbeitskreise zur Dorferneuerung statt. In dieser Runde aller am Projekt „Dorferneuerung Altgemeinde Frauenbiburg“ teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger wurden die Ergebnisse einer Stärken-Schwächen-Analyse durch die Sprecher der Arbeitskreise vorgestellt.
Diese Analyse der positiven und weniger positiven Aspekte des Dorflebens in Frauenbiburg, Schermau und Umgebung wurde in mehreren Sitzungen der Arbeitskreise1 Wohnen, Ortsbild, Gewerbe, Verkehr und der Arbeitskreise 2 und 3: Landwirtschaft, Umwelt, Ökologie sowie Freizeit, Dorfleben, Kultur und Soziales erarbeitet.
Übereinstimmend wird das Wohnen in der Altgemeinde Frauenbiburg als ein Zusammenleben in einer intakten Dorfgemeinschaft mit den gewachsenen Ortskernen um die Kirche in Frauenbiburg und den Gutshof in Schermau bezeichnet. Auch die ländliche, landschaftlich reizvolle Umgebung und die gleichzeitig hervorragende Anbindung an die Stadt Dingolfing wird als positiver Faktor dargestellt. Diese Verkehrsanbindung einschließlich des „Dingos“ sorgt auch für einen gewissen Ausgleich bei den fehlenden Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, kulturellen und sonstigen Freizeitgestaltungen. Jedoch wird anerkannt, dass mit dem Sportgelände in Oberbubach und dem reichhaltigen Vereinsleben viele Interessen abgedeckt werden können. Den Schlosspark in Schermau kann man mit Fug und Recht als „ grüne Lunge“ bezeichnen. Positiv bewertet wird auch das Vorhandensein eines Kindergartens im alten Schulhaus.
Trotzdem so der Tenor aus der Versammlung gibt es nichts was man nicht noch verbessern kann und so wurden doch einige Themenblöcke erarbeitet, die man in den nächsten Wochen noch intensiver diskutieren will.
Breiten Raum nahm dabei die Diskussion zum Thema Verkehrsfluß neuralgische Stellen in Frauenbiburg und Anbindung neues Baugebiet Frauenbiburg – Öd an das bestehende Straßennetz ein. So muss die verkehrstechnische Infrastruktur in jedem Fall im Zusammenhang mit dem neuen Baugebiet gesehen werden, da damit natürlich ein erhöhtes Verkehrsaufkommen einhergehen wird. Ist eine Erweitung des Straßennetzes und der Straßen rund um das Dorf Frauenbiburg notwendig, oder reicht eine Änderung des Verkehrsflusses? Diese und ähnliche Fragen gilt es in nächster Zeit zu detaillieren und Lösungsansätze zu erarbeiten.
Handlungsoptionen ergeben sich ebenso bei der Gestaltung eines Dorfplatzes. Generell ist dafür der Platz vor dem Kriegerdenkmal geeignet. Eine Neugestaltung bietet sich daher an. Die Integration eines solchen Platzes in das neue Baugebiet wird ebenso als möglich erachtet.
Einig ist man sich über die erforderliche Neugestaltung des Schlossparks. Dieses Juwel sollte man als richtiges Naherholungsareal mit Wanderwegen neu ausrichten.
Aktiv möchte man sich auch in die Gestaltung des neuen Baugebiets mit einbringen. Dies betrifft neben der verkehrstechnischen Anbindung auch die Frage des ökologischen Bauens und alternativer Formen des Heizens. Stichwort Blockheizkraftwerk.
Handlungsbedarf sieht man darüber hinaus in der Gestaltung des Wertstoffhofes am Friedhof und der Notwendigkeit eines Kompostierplatzes in Frauenbiburg / Schermau. Der jährliche Zyklus der Mähens der Böschungen sollte sich wieder an einer bedarfsbezogenen Vorgehensweise orientieren.
Eine Neuregelung der Parkplatzsituation am Sportgelände in Oberbubach und der dortigen Verkehrsführung wird ebenfalls angestrebt. Die Überquerungsmöglichkeiten der Staatsstraße nach Frontenhausen wird zwar als verbessert angesehen, stellt jedoch immer noch keinen optimalen Zustand dar.
Im Bereich des Sozialen kristallisieren sich zwei Schwerpunkte heraus. Zum einen die Frage nach der Anzahl der Kindergartenplätze, die jetzt schon bedingen, dass einige Kinder nach leer ausgehen bzw. nach Dingolfing fahren müssen. Diese Situation wird sich nach Meinung der Teilnehmer mit der Ausweisung des neuen Baugebiets noch verschärfen. Des weiteren ist ein eigener Raum für die „Zwergerlgruppe“ mehr als wünschenswert, da die jetzige Lösung der Situation nicht gerecht wird. Dies kann auch als Basis für den Aufbau eines Netzwerks Kinderbetreuung gesehen werden. Zweiter Schwerpunkt sind die fehlenden Möglichkeiten eines „Altenbetreuten Wohnens“. Ein Anliegen, dass aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung in Frauenbiburg / Schermau in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Diesbezüglich wurden mögliche Lösungsansätze diskutiert.
Diese und noch diverse weitere Themen zur Dorferneuerung will man am 20 / 21.Oktober. im Rahmen eines Seminars in Rotthalmünster vertiefen und konkretisieren. Weitere Interessierte aus der Bevölkerung sind dabei jederzeit willkommen. Anmeldungen nimmt direkt Hr. Seubert von der Stadt Dingolfing unter der Telefonnummer 08731/ 501-346 entgegen. Informationen zur Dorferneuerung „Altgemeinde Frauenbiburg“ können jederzeit bei den Arbeitskreissprechern und deren Stellvertretern eingeholt werden. Es sind dies Franz Huber und Gerhard Haslbeck für den Arbeitskreis1, Heinrich Ziervogel und Ernst Hauser, sowie Gerd Mattner und Gerald Vilsmeier für die Arbeitskreise 2 und 3. Ebenso gerne werden auch weitere Anregungen entgegengenommen.

